1. Immer in Richtung Herz rollen

Die meisten Leute denken, dass das Ausrollen eine Vor- und Zurückbewegung sein sollte. Experten des Herstellers Blackroll empfehlen jedoch nur in eine Richtung zu rollen, nämlich in Richtung Herz. Die Venenklappen der Beine, die den Blutfluss kontrollieren, öffnen sich zur Hüfte. Daher kann übermäßiges Ausrollen in die Gegenrichtung der Venenklappen schädlich sein und sogar zu Krampfadern führen. Wenn man in Richtung Herz ausrollt, kann sich das Bindegewebe und die Muskulatur besser entspannen.

Zudem befindet sich in den Faszien Lymphflüssigkeit. Durch ein Hin- und Herrollen wird diese verschoben statt in eine Richtung ausgepresst. Durch den Druck und Dehnreize auf das Gewebe wird dieses in eine Richtung „ausgepresst“. Anschließend wird es mit „frischer“ Lymphflüssigkeit versorgt.

 

  1. Ausrollen nach dem Training beschleunigt die Regeneration

Eine Massage mit der Faszienrolle nach dem Training oder Wettkampf kann die Regenerationszeit deutlich reduzieren. Damit können Verklebungen des Fasziengewebes behandelt und vorgebeugt werden.

 

  1. Faszienrollen löst Triggerpunkte

Triggerpunkte sind kleine Knoten im Faszien- und Muskelgewebe, die ungefähr 2 bis 10mm groß sind. Meistens sind Triggerpunkte nicht direkt spürbar, können aber Schmerzen in anderen Bereichen auslösen. Das Behandeln mit der Faszienrolle löst diese Knötchen, wodurch sich der Muskel entspannen kann. Benutze hierfür am besten einen Ball, um punktuell einen hohen Druck zu erzeugen. Lass dir von einem erfahrenen Physiotherapeuten die Triggerpunkte zeigen.

 

  1. Rückmeldung über Regenerationsstatus

Wer regelmäßig ausrollt, wird feststellen, dass die Muskulatur nicht immer gleich verspannt und müde ist. Zum Beispiel beansprucht ein Wettkampf das Bindegewebe stärker als ein lockerer Dauerlauf. Wenige Stunden nach dem Wettkampf wird das Gewebe daher empfindlicher auf das Faszienrollen reagieren als ein paar Tage danach. Dieses Feedback hilft dir in der Trainingsplanung, da du somit leichter feststellen kannst, ob dein Körper sich gut von Spitzenbelastungen erholt hat und wann er bereit für die nächste Einheit ist.

 

  1. Behandlung von Verletzungen

Studien zeigen, dass Faszienrollen die Durchblutung und den Stoffwechsel erhöht. Je nachdem, welche Art von Verletzung du hast, kann es hilfreicher sein, die Stellen zu behandeln, die nicht weh tun. Im Fall von einer Achillessehnenentzündung bringt es wenig, die Sehne auszurollen. Stattdessen sind häufig die extrem verspannte Waden- und Fußmuskulatur oder auch die Beinrückseite ein zusätzlicher Grund für die Schmerzen in der Achillessehne. Spreche dich auf jeden Fall mit deinem Arzt oder Physiotherapeut ab, damit du sichergehen kannst, welche Stellen du mit der Faszienrolle behandeln kannst und welche nicht.

 

  1. Bring Abwechslung hinein

Es gibt eine ganze Menge an Faszienrollen, die über die übliche Zylinderform hinausgehen. Je kleiner das Massagetool, desto punktueller kann behandelt werden.

Standard Blackroll: Mit der beliebtesten Form der Faszienrolle kann man die Oberschenkelmuskultur oder den Latissimus am besten behandeln. Erhältlich in verschiedene Härten.

Mini Blackroll: Diese Rolle eignet sich perfekt für die Waden- und Fußmuskulatur. Aufgrund der kleinen Größe passt sie außerdem perfekt in den Koffer und ist damit ein guter Begleiter für Reisen.

Miniball in 8cm oder 12cm: Mit dem kleinen Blackroll Ball kann man Triggerpunkte in den Waden, in der Fußmuskulatur oder Pomuskulatur besonders gut lösen

Double Ball: Diese Faszienrolle besteht aus zwei kleinen Bällen, welche durch ein Mittelstück verbunden sind. Dadurch kann man die Muskulatur parallel der Wirbelsäule ausrollen ohne Druck auf die Dornfortsätze der Wirbelsäule zu erzeugen.

 

  1. Vorsicht beim Tractus Iliotibialis

Der Tractus Iliotibialis (engl. IT band) ist kein Muskel, sondern eine Sehnenplatte an der Außenseite des Oberschenkels. Schmerzen in dieser Region können durch muskuläre Dysbalancen an anderen Stellen verursacht werden, weshalb das Faszienrollen der Oberschenkelaußenseite nicht die Ursache der Schmerzen behandelt. Matthias Scheible, Experte in Physiotherapie und Osteopathie, empfiehlt daher, die umliegenden Muskeln wie Oberschenkelvorderseite- und rückseite, sowie die Pomuskulatur zusätzlich auszurollen.

 

  1. Den Druck individuell anpassen

Bevor du mit vollem Druck herangehst, teste die Muskulatur zuerst an, indem du nur sanft rollst. Wenn der Schmerz direkt nachlässt, kannst du dich mit stärkerem Druck heranwagen.

 

  1. Die Blackroll ist mehr als ein Regenerationstool

Wusstest du, dass du deine Faszienrolle auch als Trainingstool verwenden kannst? Auf dem YouTube Kanal von Blackroll erfährst du, wie du deine Faszienrolle in Übungen zur Kräftigung und Mobilisation benutzen kannst. (https://www.youtube.com/watch?time_continue=21&v=6UinZUHgS5Q&feature=emb_logo)

 

  1. Ausrollen vor dem Training verbessert die Sprintfähigkeit

Für Leichtathleten, die sich auf Sprintdistanzen spezialisieren, kann das Ausrollen der Beinmuskulatur vor dem Training oder Wettkampf von Vorteil sein. Studien zeigen eine leichte Leistungssteigerung, die auf eine bessere Beweglichkeit der Muskulatur zurückzuführen ist. Hierbei könnte es sich aber auch um einen Plazeboeffekt handeln, da das Ausrollen mit der Faszienrolle Muskelschmerzen reduziert.